1926 1959 1965 1973 1978 1985 1991 1995

1959

1959 Die Scrambler 200, das erste Moto-Cross und Enduro-Motorrad wird vorgestellt.

SPORT Der erste WM-Lauf, der Ulster Grand Prix wird vom jungen englischen Rennfahrer Mike Hailwood mit einer 125er Desmo-Einzylinder-Ducati gewonnen. Mike Hailwood, ein Name den man noch oft hören wird, wird mit diesem Motorrad auch britischer Meister in der 125er Klasse.




Oben: Ducati Scrambler 200 Baujahr 1959
Unten: Die Ducati 175 Sport von 1957 war der erste Schritt in höhere Hubraumklassen


1960 Der große Verkaufserfolg des Fiat 500 löst einen Einbruch beim Motorradverkauf aus und die nächsten Jahre sind gekennzeichnet von Einsparungen. Ducati muß sich werksseitig aus der Weltmeisterschaft zurückziehen. Im Renneinsatz wird trotzdem eine große Anzahl von Versuchen mit verschiedensten Motorvarianten bis 200 ccm durchgeführt. Das von Ducati unterstützte Team Villa/Balboni gewinnt das 24-Stunden-Rennen von Barcelona mit einer Gran Sport 175.

1961 Die Scrambler 200 wird auf Drängen des US-lmporteurs Berliner auf 250 ccm aufgebohrt und für den US-Markt produziert. Alberto Farné gelingt es, Honda mit einer 125er-Desmo-Ducati beim legendären Coppa d'Oro-Rennen zu schlagen und dieses Rennen zu gewinnen. Honda entschließt sich aufgrund dessen zum Bau einer 125er-Desmo und bringt diese ein Jahr später mit Luigi Taveri als Fahrer in Modena erstmals und letztmals erfolglos zum Einsatz. Bei Honda arbeitet man nun weiter in Richtung hochdrehender Fahrzeuge und baut eine 5-Zylinder 125er. Bei Ducati werden ebenfalls Versuche mit hochdrehenden Motoren durchgeführt. 1964, am Höhepunkt dieser Entwicklung, werden Versuche mit einem 125er-Vierventil-Verzylinder-Motor durchgeführt. Die Drehzahlobergrenze liegt bei 17.000 Umin und man erreicht eine Leistung von 23 PS, doch der technische Aufwand veranlasst Ducati, in Zukunft von solchen Projekten Abstand zu nehmen.

1962 Bruno Spaggiari gewinnt die spanische Meisterschaft mit einer 125er Paralleltwin-Ducati und die Fahrer Fargas/Rippa gewinnen wieder das 24-Stunden-Rennen von Barcelona mit einer Gran Sport 175.


Ducati 125er-Vierventil-Vierzylinder-Motor


1963 Die Berliner Motor Corporation, der US-lmporteur von Ducati, fordert ein hubraumstarkes 4-Zylinder Motorrad, um mit den US-Behörden ins Geschäft zu kommen. Die IRI genehmigt das Projekt "APOLLO", nachdem Berliner zugesagt hat, 50% der Entwicklungskosten zu übernehmen. Dieses Motorrad entsprach dem typischen US-Stil mit V4-Motor, 1240 ccm Hubraum und 100 PS. Bei den ersten Probefahrten im Hochgeschwindigkeitsoval traten jedoch gravierende Probleme auf. Die Pirelli-Bereifung begann sich bei Geschwindigkeiten über 160 Km/h durch die ungewöhnlich hohe Geschwindigkeit und das hohe Fahrzeuggewicht aufzulösen. Kein Reifenhersteller konnte dieses Problem lösen. Man überlegte noch, das Fahrzeug zu drosseln, doch dann wäre es im Leistungs/Gewichts/Preisverhältnis nicht mehr konkurrenzfähig gewesen; schließlich wurden die Arbeiten an diesem vielversprechenden Projekt eingestellt.

1964 Das Team Spaggiari/Mandolini gewinnt das 24-Stunden-Rennen von Barcelona mit einer Gran Sport 175.



Oben: Sport-Version des Apollo-V4-Triebwerks mit vier Vergasem.
Unten: US-Ausführung der Ducati Apollo.