| 1926 | 1959 | 1965 | 1973 | 1978 | 1985 | 1991 | 1995 |
1978
| 1978 Mike Hailwood feiert 11 Jahre nach seinem letzten Einsatz auf einer Werks-Honda ein großartiges Comeback auf der Isle of Man. Er gewinnt dieses Rennen und wird in diesem Jahr mit einer Ducati 900 SS TT-Weltmeister. Man entschließt sich zum Bau einer Sonderserie 900 SS "Mike Hailwood Replica". Die Mike Hailwood Replica ist die erste Serienmaschine mit Vollverkleidung, lackiert im rot/grünen Design des englischen Sport-Motor-Cycle-Teams. 1979 Ducati wird vom Ministerium in den VM-Konzern, eine neu gegliederte Gruppe, zusammen mit Isotta Fraschini (baute in den 20er Jahren Luxuswagen und fertigt heute Industrie- und Schiffsdiesel) eingegliedert. Der VM-Konzern fertigt hauptsächlich Dieselmotoren. Der Umsatzanteil der Industriemotoren-Produktion ist in den letzten Jahren ständig gestiegen und umfasst mittlerweile 70% des Gesamtumsatzes, genau genommen finanziert die Motorenproduktion seit einiger Zeit die Motorradproduktion. 1980 Die Privatfahrer Jose Maria Mallol und Alejandro Tejedo gewinnen das 24-Stunden-Rennen von Barcelona im Montjuich Park. |
![]() Ducati Utah 350
|
|
1981 Mike Hailwood verunglückt mit dem Auto in der Nähe von Birmingham tödlich. Tony Rutter fährt erstmals auf der Isle of Man mit dem neuen 583ccm Pantah-Triebwerk und gewinnt dieses Rennen zur TT-Formel 2-Weltmeisterschaft überlegen. Beim nächsten Lauf wird ihm eine Werks-Ducati von Franco Farné und Exportchef Franco Valentini direkt aus Bologna mitgebracht und er sichert sich mit einem zweiten Platz den TT-Formel 2-Weltmeistertitel. Massimo Broccoli wird italienischer TT-Formel 2-Meister und das Team Mauro Ricci / Carlo Perugini gewinnen mit einer 900SS die Endurance-Meisterschaft.
1982 Ein 350ccm Pantah-Modell wird vorgestellt die 350 XL mit einer Bohrung von 66mm und einem Hub von 51mm. In der Entwicklungsabteilung bei Ducati entwickelt man gerade einen Vierzylinder-Turbodiesel-Motor für Automobile, der in großen Stückzahlen an Rover und Alfa geliefert werden wird. SPORT Tony Rutter gewinnt alle Rennen zur TT-Formel 2-Weltmeisterschaft. Ducati beginnt mit der Entwicklung eines 750ccm Pantah-Motors, ausgerichtet auf das neue Hubraumlimit in der Langstrecken-Weltmeisterschaft. Beim ersten und einzigen Test-Einsatz in diesem Jahr dem 200-Meilen-Rennen von Imola ist die neue 750er Ducati fast 250 km/h schnell und damit durchaus konkurrenzfähig. |
![]() Toni Rutter beim Ulster-Grand Prix im strömenden Regen. Für die Europameisterschaft wird eine Kleinserie Eisspeedway-Maschinen hergestellt. |
![]() 1983 Am 1. Juni wird die Vertragsunterzeichnung zwischen Ducati Meccanica und Cagiva Varese bekanntgegeben. Cagiva, ein aufstrebendes Privatunternehmen, steigert die Motorradproduktion von 7.800 Stück im Jahr 1980 auf 50.000 Stück im Jahr 1983, ganz im Gegensatz zum Staatsbetrieb Ducati, der 1982 nur 7.800 Stück produzierte und für 1983 gar nur 6.000 Stück plante. Den Namen Cagiva lieferte Vater Castiglioni: Castiglioni-Giovanni-Varese ergab Cagiva. Das Cagiva-Werk ist im ehemaligen Aermacchi-Harley Davidson-Werk am Lago di Varese untergebracht. Die Amerikaner lösten 1977 ihre italienische Tochter Aermacchi-Harley Davidson ein ehemals im Rennsport starker Gegner von Ducati aufgrund der starken Konkurrenz aus Japan auf. Im Jahr 1978 übernehmen die Brüder Claudio und Gianfranco Castiglioni den Betrieb und fahren die Produktion der kleinen 2-Takt-Motorräder weiter. Ein sehr durchdachtes Entwicklungsprogramm mit Engagement im Straßen- , MotoCross-, Trial- und Geländesport wurde durchgezogen. Es gelang Cagiva als einzigem italienischen Motorradhersteller, anfangs der 80er-Jahre die Umsätze zu steigern. Man wollte auch in die großen Hubraumklassen einsteigen, eine Neuentwicklung einer Modellserie wäre aber mit großem Risiko und Kapitaleinsatz verbunden gewesen. Die Tatsache, dass Ducati die Motorradproduktion wegen der schlechten Gewinne einerseits und dem steigenden Geschäft mit Dieselmotoren andererseits einschlafen lassen wollte, kam den Castiglionis sehr gelegen. In einem Vertrag wurde die stufenweise Einstellung der Motorradproduktion vereinbart, und Ducati Meccanica sollte nur mehr als Motorenlieferant für Cagiva produzieren. In diesem 7 Jahre gültigen Vertrag waren für 1984 6.000 Stück, 1985 10.000 Stück und ab 1986 jeweils 14.000 Stück vorgesehen. SPORT Ducati bestreitet erstmals mit 750 F1 Prototypen (750er Pantah-Motor und Mono-Federung hinten) Langstreckenrennen. Tony Rutter gewinnt mit seiner privaten Pantah 600 die TT-Formel 2 Weltmeisterschaft. Das Team Benjamin Grau / Enrique de Juan gewinnen mit einer Pantah 750 das 24-Stunden-Rennen von Barcelona. |
![]() Ducati S2-1000 Mille |
|
1984 Die ersten gemeinsamen Produkte von Cagiva und Ducati, der Cagiva Elefant 650 und die Alazzurra werden vorgestellt. Ala Azzurra bedeutet blauer Flügel und ist eine Weiterführung alter Aermacchi-Bezeichnungen. Die letzten eigenständigen Entwicklungen von Ducati und zugleich die letzten Motorräder mit Königswellen-Antrieb, die Hailwood Replica 1000 und die S2-1000 Mille mit einem 973 ccm Desmo-Triebwerk kommen auf den Markt. Taglioni war aber die Verbindung zu Cagiva nicht unglücklich und hoffte, jetzt sein 4-Zylinder Projekt realisieren zu können. Der V4-Motor sah dem Pantah-Motor sehr ähnlich. Die Baubreite hatte sich nur um 10 cm erhöht und er war mit einer desmodromischen Ventilsteuerung mit je einer durchgehenden Nockenwelle pro Zylinder geplant. Das Projekt stieß bei Cagiva auf großes Interesse, das aber nicht von langer Dauer war und man stoppte es und konzentrierte sich statt dessen auf die Weiterentwicklung des 750er Pantah-Motors.
SPORT Tony Rutter gewinnt in diesem Jahr die TT-Formel 2-WM, das Team Benjamin Grau / Enrique de Juan gewinnen die 24-Stunden von Barcelona. |
![]()
|
|
|