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1985
| 1985 Eine Reihe von neuen Modellen wird auf der Mailänder Messe vorgestellt. Die Cagiva Elefant 750 eine Großenduro mit dem 750er-Pantah-Motor, die dreifärbige Ducati 750 F1 und 350 F3, ein Sportmotorrad das sich sehr bald größter Beliebtheit erfreuen wird und durch eine Reihe von Sondermodellen wie Montjuich, Santamonica und Laguna Seca in den nächsten Jahren aufgewertet werden wird und die Ducati Indiana, ein Chopper mit einem Pantah-Motor in den Versionen 350, 650 und 750 ccm. Die Indiana wird bis 1988 gebaut und bis 1990 mit mäßigem Erfolg verkauft. Mittlerweile hat man bei Cagiva die Pläne für die Zukunft geändert. Die große Aufregung bei der Bekanntgabe der Vertragsbedingungen im Jahr 1983 haben die Bedeutung des Traditionsnamens Ducati unterstrichen und man erkannte, dass man schlecht beraten wäre, diese Marke sterben zu lassen. Am 1. Mai wird die endgültige Übernahme von Cagiva bekanntgegeben. |
![]() Bimota DB1 mit Ducati 750 Pantah-Motor
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1986 Der älteste Motorradhersteller Europas Husqvarna Schweden wird in die Cagiva-Gruppe eingegliedert. Die große Ära der V2-Königswellen-Motorräder geht zu Ende. Die letzte Mille Replica rollt vom Band und beendet eine Erfolgsgeschichte, die 1970 mit der 750 GT begonnen hat. Ein ungewöhnliches, von Massimo Tamburini entworfenes Motorrad die Paso 750, benannt nach dem italienischen Aermacchi-Rennfahrer Renzo Pasolini wird vorgestellt. Dieses vollverkleidete Motorrad mit einem 750er Pantah-Motor und Stahlkantrohrrahmen setzt neue Maßstäbe in Punkto Komfort und Ergonomie. In der Paso wird erstmals ein Pantah-Motor mit um 180° gedrehtem hinteren Zylinder und Weber-Vergaser zum Einsatz gebracht. Die Paso stößt bei unbeeinflussten Käufern auf sehr positive Reaktionen, wird jedoch von den Ducati-Traditionalisten mit dem Argument abgelehnt, dass es sich dabei um keine echte Ducati handle.
Claudio Castiglioni beauftragt den neuen technischen Direktor Massimo Bordi früher die rechte Hand des mittlerweile in den Ruhestand gegangenen Fabio Taglioni mit der Entwicklung eines neuen Motors. Nach Rücksprache mit dem Entwicklungsleiter von Cosworth, Keith Duckworth, entschließt sich Bordi zur Konstruktion eines 851ccm-Vierventil Desmo-Motors (Desmo gegen den Rat von Duckworth!) mit einem ungewöhnlich flachen Ventilwinkel von 40°, Benzineinspritzung, Zahnriemen-Technik und Wasserkühlung. Um eine rasche und kostengünstige Entwicklung der Einspritzung zu gewährleisten und wegen der Nähe zum Weber-Marelli Werk in Bologna wird von Anfang an eine Weber-Marelli Einspritzanlage (wie bei Fiat und Lancia Automobilen) verwendet. |
![]() ![]() Oben: Husqvarna WR 125, Unten: Ducati Paso 750 |
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1987 Der italienische Motorradhersteller Moto Morini ein ehemals starker Gegner im Rennsport wird in die Cagiva-Group eingegliedert. Auf der Mailänder Messe wird im Herbst die rot/weiß/grüne Ducati 851 vorgestellt und Marco Luccinelli gewinnt mit einer 851 Racing überlegen die BOT-Klasse in Daytona.
1988 Die 750 F1 wird durch die neue 750 Sport abgelöst. Sie wird wie die Paso von einem Pantah-Motor mit gedrehtem hinteren Zylinder angetrieben. Die Produktion der Tricolore 851er wird in zwei Versionen gestartet. 300 Stück 851 Strada und 200 Stück 851 Kit werden 1988 produziert. SPORT Marco Lucchinelli gewinnt beim Saisonauftakt zur Superbike WM in Donington den ersten WM-Einsatz mit einer Ducati 851 Kit. Ein weiterer Sieg in Zeltweg (A) folgt und zu Saisonende belegt er den 5. Platz in der Superbike-WM. Durch diese Erfolge motiviert entschließt man sich zum Bau einer Kleinserie käuflicher Rennmaschinen mit 888ccm-Motoren. Es werden insgesamt 29 Stk. Lucchinelli Replicas hergestellt. |
![]() Moto Morini Excalibur 350
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1989 Die "Ferrari-rote" 851er wird produziert. In einigen Jahren wird man sagen, dass eine Ducati rot sein und wird dabei vergessen, dass die erste rote Ducati die Paso 750 erst 1986 auf den Markt kam. Die neue Paso 906 geht mit einem wassergekühlten 904ccm-Motor bestückt in Serie, erreicht aber auch nicht die verdiente Akzeptanz beim Kunden.
SPORT Raymond Roche gewinnt die Superbike-WM Rennen in Brainerd (USA), Hockenheim (BRD) und Pergusa (Italien) mit einer Ducati 888 und belegt zu Jahresende den 3. Platz in der SBK-WM. SPORT Der Saisonauftakt zur Superbike-WM in Jerez wird zu einer eindrucksvollen Demonstration der Leistungsfähigkeit von Ducati. Raymond Roche gewinnt beide Rennen überlegen vor einer ganzen Horde von Yamahas, Suzukis, Bimotas, Kawasakis und Hondas. In diesem Jahr werden noch weitere 9 WM-Siege von Roche folgen und er kann erstmals den Superbike-WM Titel für Ducati gewinnen. |
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