Ducati WSBK 2011


Kein Ducati-Werksteam in der Superbike-WM 2011

DUCATI WIRD TECHNISCHE RESSOURCEN AUF DIE PRODUKTENTWICKLUNG KONZENTRIEREN
UND DAHER 2011 KEIN WERKSTEAM IN DIE SUPERBIKE-WM ENTSENDEN

Borgo Panigale, 27. August 2010 - Ducati, Fixstarter in der Superbike-WM seit ihrer Geburtsstunde 1988, seither ununterbrochen mit einem Werksteam vertreten und mit 16 Konstrukteurs- und 13 Fahrer-WM-Titeln extrem siegreich, hat sich entschlossen, 2011 kein Werksteam an den Start der WM zu bringen, sondern nur private Teams mit Material zu beliefern und zu unterstützen.

Gabriel Del Torchio, Ducati-Präsident und CEO: "Diese Entscheidung ergibt sich aus der von Ducati beschlossenen Strategie, den technologischen Gehalt der in den nächsten Jahren auf den Markt kommenden Serien-Motorräder weiter anzuheben. Dafür ist es notwendig, jene technische Ressourcen, die derzeit im Superbike-Werksteam gebunden sind, in den Entwicklungsprozess einer neuen Generation von Hypersport-Motorrädern einzubinden, und zwar sowohl für die Rennversionen als auch die für die Straße homologierten Motorräder. Ich möchte Nori [Haga] und Michel [Fabrizio] und allen anderen Fahrern danken, die die großartige Superbike-Geschichte von Ducati mitgeschrieben haben; vor allem aber den Mitarbeitern, die solche Resultate mit harter Arbeit und Professionalität möglich gemacht haben. Eine großer Dank auch an alle Partner und Unterstützer, allen voran Xerox. Meine Anerkennung auch an die [Superbike-Veranstalter] Brüder Flammini, die die Weltmeisterschaft seit so vielen Jahre organisieren und an die FIM, zu der wir nach wie vor konstruktive Beziehungen pflegen"

Diese Entscheidung soll es Ducati ermöglichen, die Geschwindigkeit und die Effizienz jener Prozesse zu steigern, in denen hochentwickelte technische Lösungen aus der Prototypen-Meisterschaft in die Serienproduktion übertragen werden.

Die Aufgabe, innovative Lösung im Superbike-Rennsport zu testen, wird in Zukunft von externen Teams übernommen werden, wobei Ducati technischen und personellen Support anbieten wird. Damit werden die privaten Teams über noch bessere Technik und Motorräder verfügen als bisher.

Trotz der Absage, als offizielles Werksteam in der Superbike-WM weiterzumachen, wird Ducati auch weiterhin mit den WM-Organisatoren, anderen Herstellern und der FIM daran arbeiten, ein technisches Reglement auszuarbeiten, das die Kosten im Zaum hält.

Immer dem echten Sportsgeist verpflichtet, der es einem Hersteller erlaubt, sich gleichauf mit seinen Rivalen zu messen und zu gewinnen, sieht es Ducati als fundamentale Aufgabe, zusammen mit den anderen beteiligten Parteien Lösungen auszuarbeiten, die die Zukunft der Weltmeisterschaft mittel- und langfristig garantieren.

In der letzten Zeit hat sich die Superbike-WM aufgrund des aktuellen Reglements immer stärker zu einem Rennen zwischen Prototypen entwickelt - statt Motorrädern, die aus der Serienproduktion abgeleitet werden. Das hat sowhol für die Hersteller als auch für die WM-Teilnehmer zu erhöhten Kosten geführt, die nicht in das aktuelle weltweite Wirtschaftsbild passen, in dem es immer schwieriger wird, Sponsoren zu finden. Ducati vertraut darauf, dass alle Parteien auch in dieser Hinsicht eine Verbesserung der Situation erarbeiten werden.